{"id":73,"date":"2014-03-12T08:57:05","date_gmt":"2014-03-12T07:57:05","guid":{"rendered":"http:\/\/fabienne-elaine-hollwege.de\/wp\/?p=73"},"modified":"2015-08-20T16:01:23","modified_gmt":"2015-08-20T15:01:23","slug":"theater-an-der-glocksee-hannover-maerz-2014-nichts-von-janne-teller","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fabienne-elaine-hollwege.de\/wp\/?p=73","title":{"rendered":"Theater an der Glocksee Hannover &#8222;Nichts&#8220; von Janne Teller  M\u00e4rz 2014"},"content":{"rendered":"<p>Regie: Jonas Vietzke<br \/>\nmit: Daniel Sonnleithner, Lena Kussmann, Ole Bielfeld, Fabienne Elaine Hollwege<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.theater-an-der-glocksee.de\/nichts.html\">Theater an der Glocksee Hannover<\/a><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>\u00bbNichts bedeutet irgendetwas, das wei\u00df ich seit Langem. Deshalb lohnt es sich nicht, irgendetwas zu tun. Das habe ich gerade herausgefunden.\u00ab<br \/>\nMit diesen Worten verlie\u00df Pierre Anthon mitten im Unterricht die Klasse. Wir blieben erstaunt zur\u00fcck. Die T\u00fcr stand offen wie ein breit grinsendes Maul, das uns verschlingen w\u00fcrde, wenn wir uns dazu verlocken lie\u00dfen, Pierre Anthon nach drau\u00dfen zu folgen.<br \/>\nEr sa\u00df von da an oben im Pflaumenbaum und traktierte uns mit reifen Pflaumen und Einsichten in die v\u00f6llige Sinnlosigkeit der menschlichen Existenz.<br \/>\nUns war klar, dass wir Angst bekamen. Uns war klar, dass etwas passieren musste. Uns war nicht klar, was mit uns passieren w\u00fcrde&#8230;<br \/>\nDamals waren wir 14. Doch es hat uns bis heute nicht losgelassen.<\/p>\n<p>Die Autorin Janne Teller beschreibt in ihrem preisgekr\u00f6nten, radikalen Roman \u00bbNichts\u00ab die Ereignisse eines lang vergangenen Jahres, das alle Beteiligten f\u00fcr immer ver\u00e4ndern wird. Eine bewegende Parabel \u00fcber den Sinn und Wert des Lebens und die Suche nach Bedeutung.<\/p>\n<h6>PRESSE:<\/h6>\n<p>\u00bbDer Inszenierung des hannoverschen Theaters ist es gelungen, sich mit der schonungslosen Direktheit junger Menschen, aber zugleich sehr erwachsen auf Sinnsuche zu begeben. (&#8230;) Den Schauspielern gelingt es mit ausdrucksstarker Mimik und passgenauer Betonung, die zunehmende Fanatisierung der Protagonisten erlebbar zu machen und eine beklemmende Spannung herzustellen. (&#8230;) Ein hintergr\u00fcndiges, \u00e4sthetisch umgesetztes und schauspielerisch beeindruckend fein ausgearbeitetes Theaterst\u00fcck zum Mitf\u00fchlen und \u00dcberdenken!\u00ab<em><br \/>\nStadtkind, Anke Wittkopp, Dezember 2012<\/em><\/p>\n<p>\u00bbIn der Theater-Adaption des preisgekr\u00f6nten und hochgelobten Jugend-Romans \u201cNichts\u201d von Janne Teller geht das Theater an der Glocksee sehr eigene, und gewisserma\u00dfen erwachsene Wege, sind doch die vier Schauspieler selbst allesamt um die Mitte drei\u00dfig und stehen mit beiden Beinen voll im Leben. Dabei gelingt ihnen ein beeindruckendes Wechselspiel der Befindlichkeiten und Nachdenklichkeiten, denn wenngleich sie sehr wohl in verschiedene Sch\u00fcler-Figuren schl\u00fcpfen, entwerfen sie doch auch einen beeindruckenden Blick in die Gef\u00fchls- und Angst-Welten der vermeintlich \u201cgro\u00dfen\u201d Menschen. Und entwerfen so unter der Regie von Jonas Vietzke ein bedr\u00fcckend nachhaltiges und philosophisches Theaterst\u00fcck f\u00fcr Erwachsene, das den Sinn und Wert des Lebens deutlich blo\u00dfzustellen und schmerzlich zu hinterfragen wei\u00df.\u00ab<br \/>\n<em>langeleine.de, Henning Chadde, 7. November 2012<\/em><\/p>\n<p>\u00bbDas Theater, das mit seinem wunderbaren Medizinerst\u00fcck monatelang vor ausverkauftem Haus gespielt und sich damit eindrucksvoll in die Riege der wichtigen Freien Theater der Stadt zur\u00fcckgemeldet hat, spielt \u201eNichts\u201c etwas anders, als es sonst so im Kinder- und Jugendtheater \u00fcblich ist. \u2028Die vier Akteure, alle Mitte 30, begeben sich zwar in die Rollen von Sch\u00fclern, aber sie imitieren kaum jugendliches Verhalten. Sie pr\u00e4sentieren das St\u00fcck als philosophisches Theater f\u00fcr Erwachsene. (\u2026) Manchmal vibriert das alles vor Angst und Leidenschaft.\u00ab<br \/>\n<em>HAZ, Ronald Meyer-Arlt, 26. Oktober 2012<\/em><\/p>\n<p>\u00bb(&#8230;) So beginnt Janne Tellers Jugendroman &#8222;Nichts. Was im Leben wichtig ist&#8220;, den das Hannoveraner Theater an der Glocksee auf die B\u00fchne gebracht hat. Es ist ein kleines, freies Theater, das sich ans unabh\u00e4ngige Jugendzentrum Glocksee anschmiegt, ein Geheimtipp. (&#8230;) Die Schauspieler kommen dem Publikum sehr nahe, gleich am Anfang schon: Da stehen sie, grinsen sinister und essen gem\u00fctlich Pflaumen. Im Hintergrund ragt ein gro\u00dfer, schwarzer Kasten in die H\u00f6he wie der Kubrick&#8217;sche Monolith aus 2001 \u2013 Odyssee im Weltraum. (&#8230;) Der Regisseur Jonas Vietzke und sein Ensemble setzen nicht auf ausgestellte Theatralit\u00e4t, sondern vertrauen darauf, dass der beklemmende Text die neutral-grauen K\u00e4sten und die kleinen Gesten der Schauspieler mit Bedeutung f\u00fcllt. Und es klappt. So gut, dass kleine, komische Momente, die manchmal unvermittelt auftauchen, wie eine zwischenzeitliche Befreiung aus dem Alptraum wirken.\u00ab<br \/>\n<em>nachtkritik.de, Jan Fischer, 25. Oktober 2012<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Regie: Jonas Vietzke mit: Daniel Sonnleithner, Lena Kussmann, Ole Bielfeld, Fabienne Elaine Hollwege Theater an der Glocksee Hannover<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":77,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[3],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/fabienne-elaine-hollwege.de\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/73"}],"collection":[{"href":"https:\/\/fabienne-elaine-hollwege.de\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/fabienne-elaine-hollwege.de\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fabienne-elaine-hollwege.de\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fabienne-elaine-hollwege.de\/wp\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=73"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/fabienne-elaine-hollwege.de\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/73\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":88,"href":"https:\/\/fabienne-elaine-hollwege.de\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/73\/revisions\/88"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fabienne-elaine-hollwege.de\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/77"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/fabienne-elaine-hollwege.de\/wp\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=73"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/fabienne-elaine-hollwege.de\/wp\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=73"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/fabienne-elaine-hollwege.de\/wp\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=73"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}